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Montag, 29. März 2010

Samstag geht's zum Markt

Wir (meine Freundin und ich) sind jetzt immer Samstags Frühaufsteher um so früh wie möglich auf den Markt zu sein. Ich kann mich persönlich nicht erinnern, dass mich der Markt in Deutschland gegen 7 Uhr morgens aus den Bett geholt hätte. In Australien ist das etwas anders.

Shopping Spree

Grund eins ist, dass der Lebensmittelmarkt in Australien durch Coles und Woolworth dominiert wird. Das schlägt sich dann auch beim Preis nieder. Die meisten Lebensmittel wie Gemüse und Obst gibt's auf dem Markt entweder zum gleichen, oder aber zum günstigeren Preis.

Monstera deliciosa

Zudem kommt noch hinzu, dass Coles und Woolworth nicht gerade eine breite Palette haben. Nun wird mir jeder widersprechen, der schon mal in einem Supermarkt der Ketten war. Natürlich sind die Dinger groß, aber die Auswahl zwischen zwei, drei Kartoffelsorten ist ja nun nicht gerade der Hammer.

Dann ist die Qualität genauso wie man es von einem Supermarkt kennt. Die meisten Früchte werden unreif geerntet um Geschmack zu entwickeln. Die Palette an Früchten ist zum Großteil die gleiche wie in Deutschland und nehmen wir z.B. mal das Wurstangebot (ausgenommen die Theke), dann ist das meiste grausig zusammengefriemelt.

Jackfruit

Dann doch lieber auf zum Markt und früh aufstehen. Da gibt's exotische Früchte die auch schmecken, Delikatessen, die den Namen auch verdienen und frisch gebackenes Brot.

Dienstag, 9. Februar 2010

Zum Zähne ausbeissen

Nachdem ich nun fast drei Wochen in der Heimat verbracht habe, bin ich am 26. Januar 2010 wieder nach Brisbane zurückgeflogen. Leider war ich schon etwas angesäuert, da ich noch am Montag beim Zahnarzt war weil sich ein Zahn entzündet hatte. Das ist eine alte und lange Liebesgeschichte, die schon drei Operationen hinter sich hatte. Brisantes Thema, weil es sich um einen vorderen Schneidezahn handelt und im schlimmsten Fall der Zahn gezogen werden muss. Mit Zahnlücke da vorne - sieht nicht gut aus.

Angekommen hieß das natürlich erstmal einen Zahnarzt finden. Nun ist das in Australien nicht so wie in Deutschland, wo man einfach zum nächsten Zahnarzt marschiert und gleich dran kommt. Den nächst besten Zahnarzt, den mir mein Chef empfohlen hatte gab mir einen Termin in drei Wochen. Tja - wenn man die Schmerzen nicht aushalten kann gibt's ja immer noch die Lösung mit Krankenhaus und Zahn raus.
Glücklicherweise habe ich noch einen besseren Tipp bekommen. So habe ich von der Zahnärztin gleich eine Überweisung zu nem Spezialisten bekommen, der nochmal alles versuchen will das Teil im Mund zu lassen - puh!




Jetzt muss ich auch sagen, dass all diese Zahnarztbesuche nicht billig sind (Röntgen usw) und ich erstmal alles selber zahlen darf. Medicare zahlt keine privaten Zahnarztbesuche und bei Medibank (mein Privatversicherer) darf ich erstmal 12 Monate warten. Da bewegen sich die Kosten schonmal um die A$ 1200 (758 EUR). In Deutschland trägt der überwiegende Teil dieser Kosten die Kasse. Kleiner feiner Unterschied. Auch zeigen die Wartezeiten die man bei privaten Krankenversicherungen einhalten muss, bis man Behandlungenkosten ersetzt bekommt, wie sehr der Mensch im Mittelpunkt dieser Krankenversicherung steht; dieser steht weit außen.

Dann gibt's ja immer noch Argumente, den Patienten die Behandlungskosten vor Augen zu führen, was ich für Schwachsinn halte. Mag sein, dass ich zweimal überlege ob ich 10 € bezahle um mir einen Schnupfen diagnostizieren zu lassen. Wenn ich weiß das mein Eingriff A$ 900 kostet ist das schön, bringt mir aber bei der Entscheidungsfindung nichts. Ich lauf ja nun nicht los und such mir den günstigsten Arzt aus, wie bei nem iPod im Handel zum Beispiel. Wenn die Operation schief läuft, dann hab ich ein weiteres gesundheitliches Problem; ob ich da A$ 900 oder A$ 15000 bezahlt habe macht es auch nicht besser.

Im Gegenzug wird einem wieder als Privatversicherter bewußt wie bescheuert dieses System ist, wenn sich wieder alles nur um's Geld dreht: wenn ich gesund bin, brauch ich keine Krankenversicherung; bin ich krank hilft mir die Private auch nicht weiter.

(photos von eljot auf flickr)

Donnerstag, 20. August 2009

Brisbane: Glitz und Gloria

Meine ersten Eindrücke von Brisbane sind durchwachsen. Einerseits Metropole und drittgrößte Stadt in Australien, multi-kulti. Das öffentliche Verkehrssystem ist excellent. Man kann zwischen Fähre, S-Bahn und Bus wechseln. Busse haben eigene Straßen. Das bewegt dann selbst jene Bürger zur Benutzung des Busses um nicht die Zeit im Stau zu vergeuden.

Das Wetter ist wunderbar mit seinen 23°C, wunderbar warm und nicht zu heiß. Es ist Winter wohlgemerkt und der Frühling wird die Temperaturen wieder in die Höhe treiben.

Die Schattenseiten jedoch haben etwas mit Großstadt zu tun. Man muss bei allen Dingen die einem angeboten werden zweimal hinschauen (z.B. $4 pro Internetstunde/60MB Download-Limit). Vor allem im Stadtzentrum wird einem das Geld an allen Ecken und Enden aus der Taschen gezogen. Das geht von Internet bis hin zum Hotel; alle Kleinigkeiten kosten Geld und schlechten Service lässt man sich gut bezahlen. Die Menschen sind zudem distanzierter als in Tasmanien. Zwar immer noch freundlich, jedoch etwas fremder.

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Im Gegensatz zu Melbourne findet man in Brisbane mehr Glitter und Glanz (wenn man das Geld hat). Melbourne ist europäischer, verspielter; erinnert mehr an der Kulturszene von Berlin.

Ich hoffe, den letzten Satz kann ich zumindest bald revidieren.

Montag, 17. August 2009

Auf Wiedersehen Tasmanien

Nach sechs Monaten Aufenthalt in Hobart (Tasmanien) bin ich wieder zurück in Melbourne. Die Insel ist an sich für ihre Fläche unwahrscheinlich dünn besiedelt. Bei 487.000 Einwohnern (davon hat Hobart knapp die Hälfte), findet man noch zum Großteil unberührte Gegenden.

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Die meisten Leute die ich kennen gelernt habe, waren sehr freundlich. Ich hab es genossen, surfen zu gehen und mir täglich bei den Tasmanian Coffee Roasters den leckeren Kaffee abzuholen. Niemand ist missgelaunt und immer offen für einen Schwatz. Das hab ich doch ab- und zu in Deutschland vermisst.

Ich bleibe nicht in Melbourne, sondern fliege am Dienstag an die Ostküste nach Brisbane. Dort hab ich wieder einen Arbeitsplatz gefunden. Dieses mal würde es meinen Wettervorstellungen dem Ideal näher kommen: mehr Sonne, wärmeres Wetter (25°C im Durchschnitt) und näher am Great Barrier Reef.


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Jetzt geht natürlich die Wohnungssuche wieder von vorn los. Mein gespartes werde ich erstmal für ein Apartment aufwenden und nicht mit meinem ganzen Gerödel (Kamera, Laptop, Surfing-Zeug, Klamotten) in eine Jugendherberge gehen. Mal schauen ob es wieder so schwierig ist eine Bleibe zu finden, wie es in Hobart war.